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Saig im Hochschwarzwald; Waren Sie schon einmal dort?

Freitag, 21. November 2008

Eigentlich gehört Saig, hoch über dem Titisee auf 1.000 m gelegen, ja zu Lenzkirch, aber es hat als selbständige Gemeinde das Prädikat “Kurort” bekommen. In Saig gibt es mehrere Hotels, wie z.B. das Hotel Ochsen, ein urgemütliches Schwarzwaldhotel, mit rustikalem, im Schwarzwaldstil eingerichteten, hervorragendem Restaurant, in dem wir nach unseren Wanderungen  immer gerne eingekehrt sind,  das Hotel Hochfirst, ein gemütliches, in Saig alt angestammtes Hotel, über das ich aber ansonsten nicht so viel sagen kann, das Sport-und Ferienhotel Sonnhalde,  (hat abends am längsten die Sonne), oder das Kur-und Sporthotel Saigerhöh, auf 1.050 m. (Über dieses Haus werde ich weiter unten noch berichten), das Hotel-Café Alpenblick, mit seiner guten Küche und der schönen Terrasse. Eine eigene Kurverwaltung, neben Feuerwehr und Kindergarten, mitten im Ort ,hat allerdings nur vormittags geöffnet. Im modernen Haus des Gastes mit einem Lesesaal finden auch Vorträge und Konzerte statt. Der Ort hat 800 Einwohner, eine Kirche und einen kleinen Krämer/Lebensmittelhändler.

Wie lange der wohl noch geöffnet bleibt, da die meisten schönen Eigentumswohnungen  “Zweitwohnungen” sind, die einen großen Teil des Jahres leerstehen.

Sie sehen schon, in Saig tobt das Leben   :-) Manche sagen es ist am A.d.W,  aber für uns ist es immer wieder schön dorthin zu kommen und die Seele baumeln zu lassen.  Wo gibt es noch sowas:  Nur Wald, Wiesen, Weiden und Kühe?

Feldberansicht im Winter

Feldberansicht im Winter

Der Feldberg wenige Kilometer entfernt und auch der Schluchsee

Blick auf den Schluchsee

Blick auf den Schluchsee

lädt zu einer Bootsfahrt oder einer Wanderung rund um den See ein.

Wir wohnen immer im Kur-und Sporthotel Saigerhöh
mit einem schönen Südblick. Das Hotel ist sehr gemütlich eingerichtet und hat neben einem schönen großen Pool auch jede Menge Wellness Einrichtungen, Tennisplätze, eine Tennishalle, eine Kegelbahn und eine große Liegewiese hinter dem Schwimmbad. Manchmal kommen morgens Rehe bis ans Hotelfenster und schauen ganz erstaunt, was sich denn da hinter den Scheiben alles so tut :-)

Besonders intelligent sind aber die großen Krähen, die immer auf einen guten Bissen lauern. Meine Mutter hatte einen halben Apfel, auf der Schnittfläche liegend abends auf den Balkon gestellt. Als sie ihn am nächsten Morgen essen wollte, mußte sie feststellen, dass eine oder mehrere Krähen schneller waren. Diese cleveren Vögel haben den Apfel rumgedreht und den leckeren Inhalt rausgepickt  :-) Auch sonst haben wir beobachtet, dass diese Vögel sehr intelligent sind. Sie wissen genau wann sie etwas bekommen können, sie wissen auch genau, wo die Eichhörnchen ihre Futterverstecke haben und können sich hunderte von Stellen leicht merken. Wußten Sie, dass diese Krähen auch Hundegebell nachmachen können? Auch das haben wir beobachtet. Weit und breit kein Hund zu sehen, aber es bellte :-) Echt clever diese Vögel. :-)

Viele schöne Wanderungen kann man von Saig aus machen über die ich im nächsten Blog berichten werde.

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Moin Moin aus Timmendorfer Strand

Mittwoch, 24. September 2008

Wir sind nun also von Ratzeburg kommend, vorbei an Lübeck durch den Herrentunnel (Maut), vorbei am Travemünder Skandinavien-Kai, in Timmendorfer Strand bei strahlendem Sonnenschein angekommen.

Timmendorfer Strand liegt 15 km nördlich von Lübeck direkt an der Ostseeküste und gilt heute als eines der mondänsten Ostseebäder (merkt man zum Glück nicht so) mit großem touristischem Angebot. Der Ort wurde ca. 1260 erstmalig urkundlich erwähnt und entstand aus dem Bauerndorf Klein-Timmendorf. Seit 1880 entwickelte sich der Ort zu einem Seebad. Der Ortskern am Strand ist historisch gewachsen und erinnert noch an die Gründerzeit mit Gästehäusern und Villen.

Die britische Militärregierung gründete 1945 die Gemeinde Timmendorfer Strand unter Einbeziehung Niendorfs. Ein trauriges Kapitel der Geschichte der Gemeinde ist die Versenkung der Cap Arcona, bei der über 7.500 Häftlinge des KZ Neuengamme den Tod fanden. Die rund 800 in Timmendorf angeschwemmten Leichen wurden auf dem Waldfriedhof der Gemeinde beigesetzt.

Jetzt aber will ich über unsere Ferientage hier am Timmendorfer Strand berichten.

Was für ein Glück, dass auch die Wettervorhersage nicht immer richtig ist. Regnen sollte es heute, uns aber scheint die Sonne hier oben im 8. Stock unseres Hotels schon morgens vor 7.00 Uhr mitten ins Gesicht. Ein toller  Sonnenaufgang über dem Niendorfer Hafen und der gesamten Bucht war das

Sonnenaufgang über der Bucht gegen 6.30 Uhr

Sonnenaufgang über der Bucht gegen 6.30 Uhr

und nun ein knallblauer Himmel . Das wird heute dann erstmal einen Strandtag geben. Wir also schnell zum Frühstück. Danach wollten wir uns noch auf die große Seeterrasse setzen, um mal ein bisschen Seeluft zu schnuppern und die Passanten zu beobachten. Das war aber leider nicht möglich, denn es waren unheimlich viele Wespen auf der Terrasse. Wir haben vor diesen Viechern, nach mehreren bösen Stichen und einer Allergie panische Angst. Also schnell ins Zimmer, Strandtasche packen, und ab ging es an den Strand. Bei einem der Strandkorb-Verleiher haben wir dann einen Strandkorb (unser Haus für eine Woche) gemietet. Auch nicht ganz billig! 42 € wollte die Dame für die Woche haben. Naja, wenn das Wetter so bleibt und wir viel am Strand sein können, ist das ja ok! Wir richten unseren Strandkorb ein, dann mit den Füßen ins Wasser, aber wirklich nur mit den Füßen, denn die Ostsee hat vielleicht noch so 16° Celsius. So ein paar Verrückte gehen ja wirklich noch ins Wasser zum Baden, aber das überlassen wir lieber den Schwänen und Möwen.

Unser Strandkorb

Unser Strandkorb

Haben Ausschau nach dem Buckelwal gehalten, aber auch mit dem Fernstecher konnten wir ihn nicht ausfindig machen. Vielleicht hat er ja den Weg nach Dänemark oder Schweden doch wieder gefunden.

Niendorfer Hafen

Niendorfer Hafen

Strandwanderung, Lesen im Strandkorb, Möwen füttern, Mittagessen, ein paar Runden Boccia im Sand, so vergehen die ersten Urlaubstage an der Ostsee. Das Wetter hält, und es ist richtig heiß. Dann aber wollen auch wir mal mit einem der Ausflugsdampfer fahren. Die Sonne knallt vom Himmel als wir morgens um 10.00 Uhr die MS Seelöwe besteigen und gleich vorne unter freiem Himmel Platz nehmen. Erste Anlegestelle ist der Niendorfer Hafen, wo wir noch weitere Passagiere an Bord nehmen . Ein pittoresker kleiner Hafen, den wir noch mehrmals besuchen werden. (gesonderter Bericht folgt) Nach der Ausfahrt geht es entlang der 4 km langen Brodtener Steilküste zwischen Niendorf und Travemünde. Wie uns der Kapitän erklärte, ist die Brodtener Steilküste das “aktivste Riff”, das durch die ständige Einwirkung der Ostsee um durchschnittlich einen Meter pro Jahr zurückweicht. Deswegen müssen einige Teile des Küstenwanderweges jedes Jahr neu angelegt werden.

Dann die Einfahrt in den Hafen von Travemünde. Schöne alte Häuser, mit verschiedenen Giebeln, die wieder an Lüneburg erinnern, säumen die Hafeneinfahrt.

Hafeneinfahrt Travemünde

Wir aber wollen noch zum Skandinavien-Kai, um die großen “Pötte”, die Fähren und Passagierdampfer zu sehen.  Auf dem Weg dorthin fahren wir noch an der “Passat,” dem Viermast-Großsegler, vorbei, der 1911 von der Reederei Blohm & Voss gebaut wurde und eine sehr wechselhafte Geschichte hinter sich hat.

Die Passat am Priwall

Die Passat am Priwall

Seit 1966 liegt die Passat am “Priwall” und dient u.a. für Lehrgänge der Jugendpflege.

Wir haben Glück, denn  es liegen noch ein paar der großen Schiffe am Kai. Tolle Fotomotive erwarten uns. Eine der großen Fähren legt gerade ab, mehrere kleine Boote eskortieren den “Riesen” Dann dreht die “Seelöwe”, und die Rückfahrt beginnt. Ein toller Tag geht nachmittags am Strand und im Strandkorb zu Ende.

Skandinavien-Kai im Travemünder Hafen

Skandinavien-Kai im Travemünder Hafen

Am nächsten Morgen wieder ein super Sonnenaufgang . Das Wetter verspricht wieder toll zu werden. All unsere dicken Pullover bleiben im Schrank, Bermuda Shorts sind angesagt.

Sonnenaufgang über der Bucht gegen 06:00 Uhr

Sonnenaufgang über der Bucht gegen 06:00 Uhr

Nach ein paar Stunden im Strandkorb wartet heute die Hanseat 2 auf uns. Gegen Mittag ändert sich das Wetter etwas, aber egal, wir fahren um 13.25 Uhr trotzdem nach Grömitz.  Zwei Stunden Aufenthalt und leider fängt es an zu regnen und zu stürmen. Aber ok, nach einer kurzen Stadtbesichtigung und einem Besuch der Strandpromenade ist das nächste Café nicht weit. Endlich ist die Ostsee mal ein bißchen aufgewühlt. Auf der Rückfahrt wackelt es etwas, aber uns erfahrenen Seebären macht das überhaupt nichts aus. Zum Glück kann die Hanseat an der Seeschlößchen-Brücke anlegen, denn oftmals, wenn die Ostsee etwas stürmisch ist, können die Schiffe dies nicht mehr, weil sie sonst gegen den Kai knallen. Die Ausflugsfahrten werden dann eingestellt. Gegen 18.30 Uhr landen wir also wieder im Hotel. Umziehen, Abendessen, wenn nur der Pianist im Speisesaal nicht immer so laut spielen würde, man kann sich überhaupt nicht unterhalten. Nach dem Essen ein kleiner Spaziergang, ein Kartenspiel, ein paar Geschichten aus dem Buch ” Die Leber wächst mit ihren Aufgaben” von Dr. med. Eckart von Hirschhausen vorlesen (wirkt besser), denn wir haben uns kringelig gelacht und dann auf den neuen Tag freuen.

Polo steht auf dem Programm. Auf dem Gestüt ” Hof am See” am Hemmelsdorfer See findet die Polo Open Timmendorfer Strand 2008 statt. So richtig Ahnung, was uns erwarten wird, haben wir ja nicht, aber wir sind ganz gespannt. Vom Centrum, wo VW, einer der Hauptsponsoren ein Zelt aufgestellt hat, werden wir per Shuttle-Service in einem “Phaeton” direkt zum Turnier-Platz chauffiert. “Geil dieser Wagen, hat fast alles an Bord, nur fliegen kann er nicht”. Ok, auf zur ältesten und schnellsten Mannschaftssportart der Welt.Wie gesagt, so richtig Ahnung haben wir ja nicht, aber glücklicherweise gibt es einen Moderator, der solch Unwissende wie uns und viele der anderen Besucher, in das kleine Polo 1×1 einführt.  Dies macht er sehr gut, hier aber nur so viel;ein Spiel besteht aus mindestens vier bis höchstens acht Spielabschnitten, den sog. Chukkern.

Polo Open am Timmendorfer Strand

Polo Open am Timmendorfer Strand

Ein Chukker hat 7,5 Minuten reine Spielzeit, in Deutschland werden in der Regel vier Chukker gespielt. Bei Unterbrechungen wird die Uhr angehalten. Die Pausen zwischen den Spielzeiten, in denen die Pferde gewechselt werden müssen, dauern  drei bis fünf Minuten. Nach jedem Torerfolg ändern die Mannschaften die Spielrichtung, was für uns am Anfang etwas verwirrend ist.

Mit diesen Informationen ausgerüstet schauen wir uns einige sehr interessante Chukker an. Irre, die Geschwindigkeit, mit dem die Pferde über das Spielfeld jagen, und die Spieler meistens sogar den Ball treffen.

Zuschauen macht hungrig, und so nutzen wir die Gelegenheit und lassen uns von den Catering-Unternehmen am Spielfeldrand bedienen (nicht im Promizelt, denn 120 € Eintritt wollen wir nicht bezahlen)!!

Catering am Spielfeldrand

Catering am Spielfeldrand

Zum Abschluss der Mittagspause trinken wir dann noch einen “kostenlosen Cappucino” vor dem VW-Zelt.

Cappucino vor dem VW-Zelt (Haupt-Sponsor)

Cappucino vor dem VW-Zelt (Haupt-Sponsor)

Dann noch ein paar Chukker bevor uns ein “Phaeton” bis vor den Hoteleingang zurückbringt. Noch kurz an den Strand, mit den Füßen den Wärmegrad der Ostsee testen und wieder geht ein Supertag zu Ende.

An der Ostseeküste, zwischen Travemünde und Timmendorfer Strand gibt es viele Golfplätze. Allein in Travemünde gibt es einen Golfplatz mit 27-Löchern, der sehr attraktiv sein soll. Leider haben wir es nicht mehr geschafft, diesen anzuschauen. Als ehemalige Golfer wollen wir aber zumindest die hauseigenen Golfplätze einmal besucht haben. Daher fahren wir heute mit dem Auto zum Golf.  Hier gibt es zwei 18- Löcher- Plätze, einen mit Par 61 auch für Anfänger geeignet, und einen Par 72 Championship-Platz. Beide sehr schön rund um den Hemmelsdorfer See in die Natur eingebettet. Auch das Clubhaus ist wunderschön und bietet von der Terrasse einen tollen Ausblick auf die Fairways.

Clubhaus am Golfplatz

Clubhaus am Golfplatz

Nachdem wir uns ein bißchen umgeschaut und auch mit dem Golflehrer ein paar Worte gewechselt haben, geht es zurück an den Strand, denn oben am Golfplatz ist es zu stürmisch. Möwen füttern, Boccia spielen und lesen sind angesagt. Morgen geht es mit der “Seelöwe” nach Neustadt, aber darüber folgt ein gesonderter Bericht.

Denn man schüß, bis morgen

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Die Seiser-Alm in Südtirol, ein tolles Fleckchen Erde

Sonntag, 24. August 2008

Heute möchte ich Ihnen von meinen Reisen zur Seiser-Alm, der größten Hochalm Europas berichten. Dieses Hochplateau liegt auf 1.850 m.ü.d.M. und ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis. Super Langlauf-Loipen, auf denen auch die verschiedensten Nationalmannschaften trainieren laden im Winter und im Frühjahr zum Training ein. Keine Angst, es gibt für jeden etwas. Von der ganz leichten Übungsloipe für Beginner bis zur Jochloipe für Freaks (oftmals vereist) reicht das ca. 60 km lange Loipennetz.  Die Jochloipe ist wirklich schwer (Schwierigkeitsgrad schwarz) und es hat mich während der Abfahrten manchmal ganz schön hingehauen. Auch die “Alpinen”  und “Snowboarder”kommen nicht zu kurz und müssen nicht auf den Hüttenzauber verzichten. Die sehr gut präparierten Pisten aller Schwierigkeitsgrade führen über die gesamte Hochalm, auch zu den sagenumwobenen Schlernhexen. Kein anderer Berg wie der Schlern ist mit so vielen Sagen umwoben. Magische Kräfte sollen schon seit seiner Urzeit den Berg umhüllen. Den Hexen wurde Teufelsbuhlschaft, Ritte auf Besen und zahlreiche andere Freveltaten zur Last gelegt. Lassen Sie sich die Sagen und Legenden rund um den Schlern von den Einwohnern erzählen. Viel Spaß und “Gruselstunden”. Heute dagegen ist die Hexe auf dem Besen ein Symbol und Werbezeichen, das nur zum Guten dienen soll. Also kein Grund zur Besorgnis :-) Wer überhaupt keine Bretter anschnallen mag, kann viele schöne Winterwanderungen auf gut präparierten Wanderwegen  unternehmen und die Sonne und die Natur genießen. Eine Eislaufbahn lädt zu flotten Runden auf den Kufen ein und die Kutschfahrten durch die Winterlandschaft sind heiß begehrt.

Schlern-Hexe

Schlern-Hexe

Im Sommer, speziell in den Monaten Mai bis Juli erwartet die Besucher ein einzigartiges Blumenparadies, unzählige Blumen und Sträucher blühen um die Wette und ergeben ein farbenfrohes Naturschaupiel.  Es kann allerdings auch vorkommen, dass auf der Alm im Juni noch Schnee liegt, wobei dies aber wohl eher selten vorkommt. Umrahmt wird diese tolle Landschaft von 60km² von Felsen umrahmten Alpen.  Fast jede Sportart kann man in den Sommermonaten auf der Seiser-Alm durchführen, Mountainbiketouren oder Paragliding bieten sich ebenso an, wie Hochgebirgswanderungen z.B.auf den Schlern, oder den Platt- oder Langkofel (Wanderstiefel sind Vorschrift).  Bitte vergessen Sie  nie einen Rucksack mit folgenden Utensilien darin. Windjacke, einen Hut, etwas Wasser, ein bißchen Verpflegung, eine Taschenlampe, ein Handy, sowie ausreichend Sonnenschutzmittel und die obligatorische Sonnenbrille. Die Aufstiege sind teilweise wirklich sehr steil und es geht manchmal auch im Sommer durch Schneefelder, zumindest aber über sehr schmale, teilweise rutschige von Geröll bedeckte Steige, wobei es rechts oder links ziemlich steil nach unten geht.  Nicht selten sieht man bei diesen Touren Gemsen, Steinadler oder wenn man ganz viel Glück hat auch mal ein Murmeltier. Der frühe Herbst, speziell der September ist nochmals ein toller Wandermonat. Ich bin tagtäglich bei strahlendem Sonnenschein auf den Bergen rumgekraxelt und es war im September noch so heiß, dass man dies in kurzärmeligen Golf- oder Tennishemden tun konnte. Das Wetter kann sich aber schnell ändern, daher immer obenbeschriebene Utensilien mitnehmen. Die Sommer- und Herbstsaison endet Ende Oktober oder Anfang November. Die meisten Bergbahnen und Almhütten schließen spätestens Ende Oktober und auch viele Hotels machen dann bis kurz vor Weihnachten zu.

Hochgebirgswanderung

Hochgebirgswanderung

Aber auch für diejenigen, die es gemütlicher angehen wollen, gibt es jede Menge leichte bis mittelschwere Wanderwege. Na und am Ziel warten natürlich die gemütlichen Almhütten :-) Davon gibt es auf der Seiser-Alm ganz ganz viele. Geboten werden einheimische Gerichte wie Knödel oder Schlutzer (mit Spinat und Topfen gefüllte Teigtaschen, dazu wird etwas Parmesan und braune Butter gereicht), oder auch ein zünftiges “Speckbrettl” mit Käse und Bauernbrot. Achtung, zerteilen Sie nie einen Knödel mit dem Messer! Das gilt als Beleidigung für den Koch bzw. die Köchin! :-)

Am Hotel Goldknopf sollten Sie auch nicht Ihren Kaiserschmarrn auf der Sonnenterrasse stehen lassen um ein gewisses Örtchen aufzusuchen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Haushund, ein lieber, gemütlicher Bernhardiner diesen bis zu Ihrer Rückkehr aufgefressen hat, ist ziemlich hoch. Preisselbeeren aber mag er nicht :-)

Na und dann darf man auch nicht die Verkostung der guten Südtiroler Weine und/oder Schäpse vergessen. Aber denken Sie bitte immer daran, dass Sie auch noch den Heimweg wieder antreten müssen. Also, alles in Maßen.

Speck-Brettl

Speck-Brettl

Auf gehts also zur Seiser-Alm, wo man immer nette Leute trifft. Viele habe ich auf den Wanderungen, oder in den Hütten wiedergetroffen. Man ist dann gemeinsam abgestiegen oder zusammen zu einer zünftigen Jause eingekehrt. An den Wochenenden kommen viele Italiener auf die Alm zum Langlauf, oder zum Wandern. Viele von den Einheimischen sprechen noch “Ladinisch”. Na super, dann versteht man einfach nur noch Bahnhof.

Es gibt viele Möglichkeiten der Anreise wie Sie zu diesem schönen Fleckchen Erde gelangen können. Die Strasse auf die Seiser-Alm ist in Saisonzeiten allerdings von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr für den Privatverkehr geperrt. Entweder Sie wohnen direkt oben auf der Alm, dort gibt es viele sehr schöne Hotels, oder Sie wohnen unten in Seis oder Kastelruth in ebenfalls sehr schönen Hotels und benutzen die Umlaufbahn, die Sie von Seis bei der sog. Matschnsäge in 15 Minuten hinauf zur Bergstation Compatsch befördert. Dabei wird auf einer Länge von 4.300 m ein Höhenunterschied von 800 m überwunden. Im Sommer ist die Bergbahn von 8.00 bis 19.00 Uhr in Betrieb, im Winter von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr. In Kastelruth, Völs, Seis und Panider Sattel existiert ein Shuttle-Service. Im 15 bzw. 30-minütigen Takt werden die Fahrgäste zur Talstation der Seiser-Alm Bahn gebracht.

Nun auf zur nächsten Südtiorler “Sonnenterrasse”. Darüber werde ich Ihnen in den nächsten Tagen berichten.

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