Fondation Beyeler in Riehen/Basel ein wahres Highlight
Dienstag, 21. April 2009Das Wetter in Basel ist besser als angekündigt und das zweite Highlight steht auf dem Programm. Mit der Tram Nr. 2 vom Bahnhof SBB zum Meßplatz, dort umsteigen in die Tram Nr. 6 und weiter geht es, zur Fondation Beyeler in Riehen. Leider darf man hier auch nicht fotografieren, ich hätte Ihnen gerne ein paar Eindrücke übermittelt., dafür konnte man aber sehr nah an die herrlichen Exponate heran. Was uns hier erwartet ist so großartig, dass man es selbst gesehen haben muss.
Die Ausstellung “Bildwelten” läßt Meisterwerke aus Afrika und Ozeanien der Kunst der westlichen Moderne gegenübertreten. Wenige ausgewählte Spitzenwerke von van Gogh und Cézanne bis zu Picasso und Rothko harmonieren mit spektakulären außereuropäischen Leihgaben aus aller Welt. In diesen Werken lernt und erfährt man, wie die Menschen, die sie schufen, die Welt konzipierten – wie sie Natur, Umwelt und Körper wahrnahmen und in Bilder, Masken, Skulpturen, Uli Figuren, Tino aitu Figuren, Nkisi oder aber auch Jagdhelfer und Ahnenfiguren übersetzten. Sag einer die sog. “Primitiven” hätten keine Kultur gehabt. Ohne sie wäre manches Werk eines modernen Künstlers nicht denkbar !!
Eigentlich benötigt man einen ganzen Tag, um alle Räume wirklich intensiv betrachten zu können, einen halben Tag haben wir eingeplant und auch diese Eindrücke sind wirklich unvergeßlich
Der Hunger läßt uns eine Pause einlegen. Wir lassen uns ein Armbändchen für den Wiedereintritt verpassen und gehen rüber ins Restaurant. Schade, fast hätte man draußen essen können, wie wir das sonst immer bei unseren Besuchen in Riehen gemacht haben, aber es zieht ein bißchen zu und es ist doch sicherer ins Lokal zu gehen. Ein Besuch lohnt sich immer, denn das Essen ist wirklich gut, die Bedienung sehr schnell und freundlich.
Während unseres Mittagessens fängt es draußen an zu stürmen und ein kurzer Gewitterguß geht über Riehen runter. Dann nochmal zurück ins Museum, denn wir wollen die 13 Räume, wobei jeder für sich eine Kulturregion Afrikas oder der Südsee thematisiert, wobei ihnen ein einzigartiger Charakter verliehen wird, nochmals sehen. Irre wie die Sitzenden Frauen von Picasso der 1930 Jahre mit den mächtigen Ahnenbildnissen der Mundugumor Neuguineas harmonieren
. Die beinahe abstrakt wirkenden Figuren des Nukuoro-Atolls in Mikronesien trifft auf ein Gemälde von Rousseau. Hätten Sie gedacht, dass dies zusammenpaßt? Bestimmt nicht, oder? Wir auch nicht
Es stimmt aber einfach alles.
Dem Kurator der Ausstellung Oliver Wick unter Mitarbeit von Antje Denner und Adriaan Blom ist hier eine wirklich meisterhafte Ausstellung gelungen, die Sie unbedingt gesehen haben müssen. Bis zum 24. Mai haben Sie für einen Besuch in der Fondation Beyeler in Riehen noch Zeit. Sie werden es nicht bereuen dorthin zu fahren. Ganz bestimmt
Wir packen unsere Koffer, denn morgen geht es weiter an den schönen Lago Maggiore, nach Locarno.
Von dort werde ich mich wieder melden
Bis bald















