Hinter den Kulissen des Festspielhauses Baden-Baden
Mittwoch, 31. Dezember 2008Heute haben wir uns für 11.00 Uhr zu einer Führung durch das Festspielhaus Baden-Baden angemeldet. Treffpunkt ist in der heutigen Kassenhalle und damaligen Bahnhofshalle. Der Spatenstich zum Neubau des Festspielhauses erfolgte am 10. Mai 1996 durch die Gattin des Bundeskanzlers, Hannelore Kohl. In diesen Neubau wurde der ehemalige Baden-Badener Stadtbahnhof architektonisch integriert. Feierlich eröffnet wurde das Festspielhaus Baden-Baden am 18. April 1998 durch Valery Gergiev mit dem World Orchestra for Peace. Architekt war der Wiener Wilhelm Holzbauer und Walter Veyhle. Sie schufen mit 2.500 Sitzplätzen Deutschlands größtes Opern- und Konzerthaus. Von Anfang an war das Haus als privat finanzierter Kulturbetrieb geplant. Er geriet allerdings durch fehlendes Publikumsinteresse und überhöhte Preise in eine schwere Krise und stand bereits wenige Monate nach dem Startschuß vor dem Aus. Nach einer öffentlichen Anschubfinanzierung gelang die Umstellung zum ersten privat finanzierten europäischen Opern- und Konzertbetrieb. Die private Kulturstiftung Festspielhaus Baden-Baden ist seit März 2000 Trägerin der Betreiber-GmbH. Soviel vorab und los gehts.
Zunächst werden wir zum Club 300 geführt. Dies sind die besten Plätze im Festspielhaus. Man genießt ausserdem reservierte Parkplätze in der Tiefgarage, bewirtete Club Lounge vor und nach den Aufführungen, eigenen Eingang und Garderobenbereich etc. Viele der Plätze sind von den großen Hotels in Baden-Baden angemietet.

Club 300 Platz im Festspiel-Haus Baden-Baden

Blick auf die Bühne
Von dort oben können wir sehr gut die Bühnenarbeiten beobachten, die für das Mariinsky-Ballett aus St. Petersburg, welches vom 23.12. – 29.12.08 im Festspielhaus mit “Der Nussknacker”, “Das Gläserne Herz”, Don Quixote” sowie einer Ballett-Gala gastiert., vorgenommen werden müssen. Alle einzelnen Vorhänge und Bühnenbilder müssen vorbereitet und gehängt werden, alles muss an den Mischpulten programmiert und eingestellt werden. Auf der Bühne ist jede Menge Arbeit angesagt. Naja, man kann nicht so wirklich viel erkennen, im Zuschauerraum war es ziemlich dunkel, aber wie gesagt, es war viel Trubel auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Unser Weg führt uns in die Technikräume und die Garderoben, also nunmehr wirklich hinter die Kulissen. Was uns da erwartet ist schon gewaltig. Man ahnt als Laie überhaupt nicht, was da hinter den Kulissen an Technik eingesetzt wird. Auf dem Weg zu den Garderoben kommen wir noch an den Hinweisschilder Stage Exit and Orchestra Pit Rid vorbei.

Technik Festspielhaus Baden-Baden

Technik Festspielhaus Baden-Baden

Hinweis Bühnenausgang

Herren-Garderobe
Unser interessanter Rundgang hinter den Kulissen endet nach 75 Minuten in einer Herren-Gaderobe, in der schon Kostüme zur Anprobe auf die Tänzer des Mariinsky-Balletts warten. Die ersten Künstler treffen bereits ein, daher dürfen wir die “Star-Garderoben” nicht mehr betreten. Gesehen haben wir aber noch Namensschilder wie “Sir Simon Rattle”.

Garderobe Sir Simon Rattle
Morgen stehen das Burda-Museum und die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden auf dem Programm, wieder ein neues Highlight















