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Artikel mit ‘Burda Museum’ getagged

Besuch im Frieder-Burda-Museum und in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden

Samstag, 03. Januar 2009
Kirchenfenster-Allee

Kirchenfenster-Allee

Heute also ist Museums-Tag! Wieder ziemlich kalt in Baden-Baden, aber strahlend blauer Himmel. Wir machen uns auf den Weg und laufen nochmal durch die Kirchenfenster-Allee, über den Weihnachtsmarkt, der um 12.00 Uhr gerade seine Pforten öffnet, zum Burda-Museum. Dort findet zur Zeit die Ausstellung “NATUR” Zeitgenössische Kunst aus der ALTANA Kunstsammlung statt ( 8. November 2008 bis 8. Februar 2009). Künstler des 20. und 21 Jahrhunderts thematisieren verstärkt die Gefährdung der Natur und den Eingriff durch den Menschen. Künstler wie Georg Baselitz, Herbert Brandl, Franz Gertsch, Roni Horn, Axel Hütte, Alex Katz, Karin Kneffel, Wolfgang Laib, Robert Longo, Markus Lüpertz und Norbert Tadeuz belegen die Aktualität des Themas in den verschiedenen Medien Malerei, Zeichnung, Fotografie, Video, Installation und Skulptur.

Die gesamte ALTANA Sammlung im Bereich Natur umfasst heute rund 600 Werke internationaler zeitgenössischer Kunst der letzten 20 Jahre.  Erstmals wird nun im Museum Frieder Burda eine Auswahl von ca. 80 Werken gezeigt.  Der Museumsbau von Richard Meier bietet mit seinen vielfältigen Durchblicken in die umliegende Natur eine ideale Bühne für diese Ausstellung.

In der benachbarten Staatlichen Kunsthalle erwartet uns die Ausstellung ” Von der Fläche zum Raum”, Malewitsch und die frühe Moderne (25.10.08 – 25.01.09) anläßlich des 100-jährigen Bestehens der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden. (SUPREMATISTEN)

Am Eingang zur Ausstellung

Am Eingang zur Ausstellung

Ich fand heraus, daß im Katalog ein Bild anders wiedergegeben war, als es in der Ausstellung hing und ging sofort zu einem kompetenten Aufseher mit Spitzbart (siehe Bild oben). Er sagte, dass das Bild richtig hänge, das Katalogbild aber falsch sei, da jemand wohl einen Fehler gemacht habe was sehr bedauerlich sei, da nicht nur der Katalog, sondern auch die Faltblätter etc. betroffen seien.

Kasimir Malewitsch (Kiew 1879-1935 Leningrad) zählt als Wegbereiter der abstrakten Kunst und Begründer des “Suprematismus” der Kunst der Kombination geometrischer Flächen und reiner Farben, zu den Schlüsselfiguren der Kunst des 20. Jahrhunderts. Die ungegenständlichen Farbflächen in Malewitschs Bildern heben sich vom weißen Bildhintergrund wie von einem leeren Raum ab.

Aber auch andere Künstler  wie Alexander Rodtschenko, Wassily Kandinsky, Erich Buchholz, Gustav Kluzis, Natan Altmann, Natalja Danko, Walter Dexel, Lajos Kassák, Ivan Kljun, Sinaida Kobylezkaja, Nikolai Lapschin, El Lissitzky, László Moholy-Nagy, Ljubow Popowa, Olga Rosanova, Kurt Schwitters, Grigori Simin, Nikolai Suetin, Vladimir Tatlin, Ilja Tschaschnik, Segei Tschechonin und Rudolf Wilde sind zu bewundern.

Ein Höhepunkt der Ausstellung in der Staatlichen Kunsthalle war dann neben vielen anderen hervorragenden Kunstwerken der “MERZbau” von Kurt Schwitters, der für einen Laien kaum von innen zu fotografieren ist.

"MERZbau"

"MERZbau von innen" von Kurt Schwitters

Mit seinem “MERZbau” als begehbare Raumskulptur und wucherndem Gesamtkunstwerk schuf Kurt Schwitters ein Schlüsselwerk der Moderne, in dem der Dada-Künstler dem Suprematisten Malewitsch mit einer eigenen “Höhle” huldigt.

"Die Höhle" von außen

"MERZbau" von aussen

Beide Ausstellungen sind sehr sehens- und empfehlenswert und immer einen Besuch wert :-) wenn mir persönlich auch die Suprematisten-Ausstellung mehr gelegen hat, da ich selbst als Anfänger mit bisher einer Ausstellung auf dem Gebiet der Formen und Farben im Raum tätig bin und bei solchen Ausstellungen viel dazulernen kann.  Aber auch die Ausstellungen im Frieder-Burda Museum sind immer hochklassig und alleine das Gebäude von Richard Meier ist einen Besuch wert :-)

Nach unserem leckeren Mittagessen im Bistro der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden gings zurück ins Hotel. Morgen steht Straßbourg auf dem Programm, wieder ein Highlight :-)

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Hinter den Kulissen des Festspielhauses Baden-Baden

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Heute haben wir uns für 11.00 Uhr zu einer Führung durch das Festspielhaus Baden-Baden angemeldet. Treffpunkt ist in der heutigen Kassenhalle und damaligen Bahnhofshalle. Der Spatenstich zum Neubau des Festspielhauses erfolgte am 10. Mai 1996 durch die Gattin des Bundeskanzlers, Hannelore Kohl. In diesen Neubau wurde der ehemalige Baden-Badener Stadtbahnhof architektonisch integriert. Feierlich eröffnet wurde das Festspielhaus Baden-Baden am 18. April 1998 durch Valery Gergiev mit dem World Orchestra for Peace. Architekt war der Wiener Wilhelm Holzbauer und Walter Veyhle. Sie schufen mit 2.500 Sitzplätzen Deutschlands größtes Opern- und Konzerthaus. Von Anfang an war das Haus als privat finanzierter Kulturbetrieb geplant. Er geriet allerdings durch fehlendes Publikumsinteresse und überhöhte Preise in eine schwere Krise und stand bereits wenige Monate nach dem Startschuß vor dem Aus. Nach einer öffentlichen Anschubfinanzierung gelang die Umstellung zum ersten privat finanzierten europäischen Opern- und Konzertbetrieb. Die private Kulturstiftung Festspielhaus Baden-Baden ist seit März 2000 Trägerin der Betreiber-GmbH. Soviel vorab und los gehts.

Zunächst werden wir zum Club 300 geführt. Dies sind die besten Plätze im Festspielhaus. Man genießt ausserdem reservierte Parkplätze in der Tiefgarage, bewirtete Club Lounge vor und nach den Aufführungen, eigenen Eingang und Garderobenbereich etc. Viele der Plätze sind von den großen Hotels in Baden-Baden angemietet.

Club 300 Platz im Festspielhaus Baden-Baden

Club 300 Platz im Festspiel-Haus Baden-Baden

Blick auf die Bühne

Blick auf die Bühne

Von dort oben können wir sehr gut die Bühnenarbeiten beobachten, die für das Mariinsky-Ballett aus St. Petersburg, welches vom 23.12. – 29.12.08 im Festspielhaus mit “Der Nussknacker”, “Das Gläserne Herz”, Don Quixote” sowie einer Ballett-Gala gastiert., vorgenommen werden müssen. Alle einzelnen Vorhänge und Bühnenbilder müssen vorbereitet und gehängt werden, alles muss an den Mischpulten programmiert und eingestellt werden. Auf der Bühne ist jede Menge Arbeit angesagt. Naja, man kann nicht so wirklich viel erkennen, im Zuschauerraum war es ziemlich dunkel, aber wie gesagt, es war  viel Trubel auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Unser Weg führt uns in die Technikräume und die Garderoben, also nunmehr wirklich hinter die Kulissen. Was uns da erwartet ist schon gewaltig. Man ahnt als Laie überhaupt nicht, was da hinter den Kulissen an Technik eingesetzt wird. Auf dem Weg zu den Garderoben kommen wir noch an den Hinweisschilder  Stage Exit and Orchestra Pit Rid  vorbei.

Technik im fest

Technik Festspielhaus Baden-Baden

Technik Festspielhaus Baden-Baden

Technik Festspielhaus Baden-Baden

Hinweis Bühnenausgang

Hinweis Bühnenausgang

Herren-Garderobe

Herren-Garderobe

Unser interessanter Rundgang hinter den Kulissen endet nach 75 Minuten in einer Herren-Gaderobe, in der schon Kostüme zur Anprobe auf die Tänzer des Mariinsky-Balletts warten. Die ersten Künstler treffen bereits ein, daher dürfen wir die “Star-Garderoben” nicht mehr betreten.  Gesehen haben wir aber noch Namensschilder wie “Sir Simon Rattle”.

Garderobe Sir Simon Rattle

Garderobe Sir Simon Rattle

Morgen stehen das Burda-Museum und die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden auf dem Programm, wieder ein neues Highlight :-)

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