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Artikel mit ‘Bauwerke’ getagged

Fortsetzung der Ostseereise; Lüneburg – Ratzeburg

Sonntag, 21. September 2008

Am Montagmorgen ging`s dann weiter gen Norden. Staufrei und bei herrlichem Wetter über Lauenburg nach Ratzeburg. Wir wollten über die Alte Salzstrasse am Ratzeburger See entlang fahren, dann durch den Maut-Tunnel an Lübeck vorbei über Travemünde nach Timmendorfer Strand.

Und nun RATZEBURG; DIE Inselstadt. Durch Ratzeburger-, Dom- und Küchensee ist man fast überall am Wasser.

Schon von weitem sieht man den majestätischen Bau des Doms auf der vorgelagerten Halbinsel.

Der Ratzeburger Dom

Der Ratzeburger Dom

Es ist der älteste Dom Norddeutschlands und ein Juwel romanischer Backsteinbaukunst.

Zu erwähnen wäre, dass das  Mauerwerk im gesamten Dom wieder freigelegt wurde (bis 1966) und so die ursprüngliche romanische Raumgestalt wieder hergestellt wurde.

Kreuzgang im Ratzeburger Dom

Kreuzgang im Ratzeburger Dom

Die meiste Zeit verbrachten wir auf der Dom-Halbinsel. Auch hier hat der Welfen-Herzog , Heinrich der Löwe eine Rolle gespielt: Gründung der Grafschaft mit Dombau im 12. Jahrhundert und Aufbau der Stadt. Daher der bronzene Löwe vor dem Dom und die Raubtierspuren (Tatzenabdrücke) in der Stadt, die zu den historischen Denkmälern hinführen. Insgesamt 33 Tatzen-Stationen können so erwandert werden.

Dann noch kurz zum berühmten “Barlachblick” am großen Ratzeburger See.

Der berühmte "Barlachblick"

Der berühmte "Barlachblick"

Wirklich sehr romatisch!! Viel Zeit für die Stadt mit Ihren Fachwerkhäusern und Kopfsteinpflaster, gelungener Mischung aus Alt und Neu, blieb nicht. Wir hatten ja keine Ahnung, WIE schön und sehenswert Ratzeburg ist. Zu schade, aber wir konnten nicht verweilen. Ich nehme mir fest vor, noch einmal hinzufahren, um den Charme, die Vielfalt und die Erholungsmöglichkeiten dieser sehenswerten Stadt näher kennenzulernen.

Abschließend sei aber noch gesagt: Ratzeburg ist auf jeden Fall einen Besuch wert, oder wie der Franzose sagt: ” ςa vaut le détour”!!

Bald geht es weiter und dann heißt es “Moin moin” von der Ostsee. :-)

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Lüneburg – mehr als eine Reise wert !!

Dienstag, 16. September 2008

Auf unserem Weg an den Timmendorfer Strand haben meine Mutter und ich unsere Reise für zwei Tage in Lüneburg unterbrochen, um uns diese mittelalterliche Hansestadt mit den spätgotischen Backsteinbauten anzuschauen. Eine wirklich tolle Stadt, in der es an allen Ecken etwas zu sehen und zu entdecken gibt.

Blick auf die Altstadt von einer Brücke über die Illmenau

Blick auf die Altstadt von einer Brücke über die Illmenau

Während des 15. und 16. Jahrhunderts wurden die Bürger Lüneburgs durch die großen Salzvorkommen, die aus dem salzigen Grundwasser gewonnen wurden wirklich “steinreich”. Noch heute zeugen die schönen Ziergiebel (kein Haus ist wie das andere) von diesem Reichtum.

Ziergiebel in Lüneburg

Ziergiebel in Lüneburg

Jetzt will ich mal der Reihe nach berichten. Die Fahrt verlief bis Hannover reibungslos, dann aber standen wir 1 Stunde im Stau. Ein PKW war total ausgebrannt, alle mußten gaffen, obwohl es überhaupt nichts mehr zu sehen gab. Naja, wir nahmen die Autobahnausfahrt Soltau-Ost und mußten dann noch ca. 50 km Landstrasse bis Lüneburg fahren. Diese glich einer Allee, schnurgerade, rechts und links Bäume.  Weit und breit keine Ortschaft und damit auch keine Tankstelle. So langsam fuhren wir auf Reserve und dann endlich kam eine Shell-Tankstelle in Sicht. Wir waren gerettet und erreichten kurz danach auch Lüneburg und unser Hotel. Dieses sehr schöne und gepflegte Haus bietet von den Zimmern, die zum Wasser gehen, einen einmaligen Blick auf Teile der Stadt, sowie auf die Privatbrücke, die das Hotel mit den anderen Gebäuden des Hotels, einem großen Tagungszentrum, einem Wasserturm, in dem sich Märchensuiten befinden, einem großen Gästehaus mit Schwimmbad und Fitneßraum (unten im Haus befindet sich ein sehr guter Italiener), sowie einem weiteren Restaurant (Lüner Mühle) mit schönem Biergarten und einer riesigen Weinhandlung verbindet.

Privatbrücke zu den anderen Gebäuden des Hotels

Privatbrücke zu den anderen Gebäuden des Hotels

Auch im Haupthaus des Hotels befindet sich neben einer gut sortierten Bar ein großes Restaurant mit Blick auf die Illmenau und die Stadt. Die Küche des Hotels ist exquisit, die ebenfalls hervorragenden Weine allerdings sind etwas teuer. Versuchen Sie es am besten selbst. An den Wochenenden allerdings sind sehr viele Touristen in der Stadt und somit natürlich auch in dem von uns bewohnten Hotel, welches vielfältige Arrangements anbietet. Demtentsprechend voll war es beim Frühstück, weil fast alle Gäste natürlich gleichzeitg zum Frühstück strömten.

Unsere Stadtbesichtigung führte uns am Ankunftsabend noch zur St-Johanniskirche, die mit ihrem schiefen 108 m hohen Kirchturm und der fünfschiffigen Hallenkirche, sowie der Orgel sehr sehenswert ist. Der junge Johann Sebstian Bach lernte hier bei seinem Onkel Georg Böhm das Orgelspielen und Komponieren.

Orgel in der St. Johannis-Kirche in Lüneburg

Orgel in der St. Johannis-Kirche in Lüneburg

Zurück zum Hotel ging es durch die Fußgängerzone und Teile der Lüneburger Altstadt, mit den vielen schönen versteckten Hinterhöfen und kleinen Gassen. Fast überall in der Stadt ist Kopfsteinpflaster, also gutes, flaches Schuhwerk, am besten Turnschuhe sind angesagt.

Unsere Tour am nächsten Morgen führte uns zur St. Nicolai Kirche, die im 15. Jahrhundert erbaut wurde und bedeutende Schätze gotischer Malerei und Schnitzkunst birgt. Dann ging es weiter zum Marktplatz (ein schöner offener Platz mit seinem Rathaus (erbaut vom 13. bis zum 18. Jahrhundert). Von hier starten auch die Stadtführungen oder Pferdekutschfahrten.

Marktplatz mit Rathaus

Marktplatz mit Rathaus

Zurück zum Hotel ging es dann nochmals durch die Stadt. In der St. Johanniskirche wurde gerade eine humorige Rede von einem Herrn in Zivil gehalten. Es wurde musziert, gelacht und geklatscht. Wie sich rausstellte, wurde der langjährige Pastor verabschiedet. Ehemalige Konfirmanden von vor 20 Jahren waren zu einem Ständchen extra aus Uelzen angereist.

Abschließend fuhren wir mit dem Lift 56 m hoch auf die Aussichtsplattform des Wasserturmes Lüneburg, der 1906/07 auf den Resten der mittelalterlichen Wallanlagen erbaut wurde. Ein 360 Grad Rundblick bei genial sonnigem, windstillem Wetter erwartete uns dort oben!!

Lüneburg vom Wasserturm

Lüneburg vom Wasserturm

Zwei Tage reichen längst nicht aus, um die vielen Attraktionen von Lüneburg, der Umgebung und der Lüneburger Heide anzuschauen. Wie gesagt, eine tolle Stadt, eine tolle Gegend und immer mehr als einen Besuch wert. Informationen erhalten Sie bei der Touristeninformation oder aber online.

Meine Mutter und ich haben die Reise an die Ostsee fortgesetzt und darüber werde ich in den nächsten Tagen berichten.

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