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Meister von Flémalle im Städel, Rogier van der Weyden + Werkstatt

Meine ganz persönlichen Eindrücke!

Ach ja, darüber wollte ich ja schon vor Weihnachten schreiben. An einem sonnigen Sonntag, fuhren wir vormittags zum Museumsufer in Frankfurt am Main,  und fanden einen Parkplatz vor dem Museum Giersch. Von da in wenigen Schritten, vorbei am Liebighaus zur vielbesprochenen und hochgelobten Ausstellung (Meister von Flémalle). Man geht durch mehrere Räume, bis zu einer Treppe, die rechts  hinab ins Dunkle führt, wie in eine Gruft. Dunkelheit und Stille empfangen einen. Erst allmahlich sehe ich menschliche Gestalten, die mit einem Audioführer am Ohr, andächtig vor den Bildern verharrend, von Lichtkegel zu Lichtkegel durch die Räume schleichen. Nur hin und wieder hört man englische und deutsche Wortfetzen von den Earphones. – Bin ich in einer Kirche ?

Herrliche Bilder, prächtige Gewänder, preziös gemalt, sehr plastisch, alles wunderschön; aber mir zu viele Madonnen. Die Cranach-Ausstellung gefiel mir besser!

Nach einer 3/4 Stunde merke ich die schlechte Luft, die vor allem in den “dunklen Ecken” steht. Meine Begleiterin ist schon geflohen. Ich harre noch etwas aus, fliehe dann aber auch an die Luft am sonnigen Mainufer.

Zurück am Wagen beschließen wir noch ins Museum Giersch zu gehen, wo die BHF-Bank eine Ausstellung mit Volker Bartsch eingerichtet hat. “Anti-Climax” ! Sakrileg ? Nein:  Wir atmen tief durch und sind im “Heute” angekommen! Eine eigenwillige Materialästhetik, die von der äußeren Erscheinung der verarbeitenden Steine, Metalle und Hölzer inspiriert ist, bestimmt seinen bildnerischen Ausdruck. Parallel zu seinen hochinteressanten Plastiken, für mich waren die Räume fast ein bißchen zu voll, entstehen immer auch Gemälde, Gouachen, Zeichnungen und Druckgrafiken. Sie verdeutlichen die Vielfältigkeit der Ausdrucksmöglichkeiten.  Volker Bartsch offenbart mit seinen Kunstwerken eine Eigenwilligkeit, die sich abseits gängiger Trends bewegt, uns aber total begeistert hat.

Zum Abschluss des interessanten und anregenden Museumstages kehren wir im Holbein’s ein. Immer wieder ein Erlebnis und auch dieses Mal werden wir nicht enttäuscht. Glücklicherweise hatten wir einen Tisch reserviert. Sollte man vorsichtshalber tun, denn meistens ist das Restaurant sehr gut besucht.

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