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Archiv für Februar 2009

Fasching/Karneval in anderen Ländern

Freitag, 20. Februar 2009

Bei uns hier in Deutschland ist die fünfte Jahreszeit fast auf dem Höhepunkt angekommen :-) Überall Bälle, Umzüge, im Fernsehen gibt es abends fast nichts anderes mehr. Am Montag werden trotz voraussichtlich miesen Wetters Hundertausende an den Strassen in Köln, Düsseldorf und Mainz stehen, um sich die Umzüge anzuschauen und auch in vielen kleineren Städten und Ortschaften ist der Teufel los.

Wie aber feiert man eigentlich in anderen Ländern Fasching oder Karneval? Hier ein paar Beispiele:

In Italien, vorwiegend in Venedig (Karneval in Venedig) feiert man mit vielen  prunkvollen Maskenbällen und ausgefallenen Masken und Kostümen. Aber auch in anderen italienischen Städten wie Rom oder Mailand wird Karneval gefeiert. In Mailand feiert man sogar 4 Tage länger als anderswo, nämlich bis zum Samstag nach Aschermittwoch. Es wird viel musiziert und Theater gespielt, wobei die Theaterstücke meistens ein aktuelles politisches Thema haben. Wie in Deutschland auch, zeigen die Masken oft die Gesichtszüge bekannter Personen aus der Politik. Im Ladinischen Fasching ” Carnascér Fascian”, dessen Wurzeln in Penia unweit von Canazei liegen, führen Laienschauspieler Theaterstücke auf, in denen die traditionellen Figuren des Ladinischen Faschings die “Bufons”, die “Marascons” und “Laché” vorkommen. Es werden die typischen ladinischen Holzmasken getragen, die von Bildhauern geschnitzt werden.

Hier noch ein Rezept für eine typische italienische Faschings-Süßigkeit :-)

In der Schweiz, oder anders gesagt in Basel, findet am Montag nach Aschermittwoch der sog. “Morgenstreich” statt. Ursprünglich wollten die Protestanten damit die Katholiken ärgern, für die am Aschermittwoch die Fastenzeit beginnt. Punkt 4 Uhr morgens gehen in Basel die Lichter aus und die Stadt gehört den Narren. Von überall strömen die Maskierten mit ihren “Larven” (Masken), Tambourinen und Piccolo-Flöten herbei, streunen durch die Strassen, machen schräge Musik und nehmen auch ein paar Zuschauer gefangen, die sie dann irgendwo wieder freilassen :-)

Hier ein Rezept für einen freurig scharfen Mix-Drink aus der Fränkischen Schweiz :-)

Übrigens: Wissen Sie woher der Begriff ” Karneval” kommt? Er stammt wohl aus dem Lateinischen “Carne vale” was so viel bedeutet wie “Fleisch leb wohl” = Beginn der Fastenzeit :-)

Andere Länder andere Sitten. In vielen Ländern wird Fasching und/oder Karneval gefeiert, aber in keinem anderen Land wird der Beginn der Fastenzeit mit einem derartigen Getöse und Allaaf und Helau Geschrei begangen.

Morgen möchte ich Ihnen mal zeigen, wie man in Rio de Janeiro und bei den Franzosen feiert

Bis morgen :-)

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Letzte Lektion Berlinerisch

Donnerstag, 19. Februar 2009

Heute vorerst mal die letzte Lektion :-) Vielleicht folgen demnächst mal andere deutsche Dialekte. Wie wär’s mit ein bißchen Kölsch? Zur Karnevals- und Faschingszeit vielleicht auch nicht schlecht !!

unejal = ungeschickt

untakietich = verdächtig, faul

Untamieta = Floh

Vampirkilla = Knoblauch

verkoddert, = abgetragen, schlecht gewaschen, schmutzig

vierdoppelt = vierfach

Wanstrammeln = Bauchschmerzen

Wuchtbrumme = duftes Mädchen

Würger = Krawatte

Zimmalinde = Arbeitskollegin

Zuchthauspastete = Bulette

Zwingtöppen = Schuhe

Kurze Wiederholung

Bäcker            =       Teigaffe

Badewanne       =     Abspeckzuba

Bett                 =      Forzmolle

Blumenstrauß   =    Besuchsbesen

Einkaufswagen  =   Hackenporsche

Herz                   =   Cognacpumpe

Hundekot          =    Tretmine

Kinderwagen      =    Ehestandslokomotive

Klavier               =     Jammerholz

Leitungswasser =     Drehbahnbräu

Paternosteraufzug = Proletenbagger

Regenschirm     =     Jewittaflinte

Senf                  =      Beamtenbutta

Toilettenpapierrolle =  Drehbuch

Verkehrspolizist  =   Kalkmütze

Weihnachtsbaum =   Halleluja-Staude

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Berlinerisch (Teil 3)

Mittwoch, 18. Februar 2009

Heute geht es mit den nächsten amüsanten und skurilen Begriffen weiter :-) Weiterhin viel Vergnügen !!

Nappsülze = Trottel, Träumer,

Neu-Deli = (ostberl.) Delikatesslädchen

Nieselpriem = langweiliger Mensch

Obermime = geringschätzig Chef

Ölkopp = betrunkener, verkaterter Mensch

Ostseeforelle = Salzhering

Pappchinese = alberner Mensch

pietschen = trinken

Proletenbagger = Paternosteraufzug

Quadda = leeres Geschwätz, Unsinn

quarren = schreien (von Kindern)

quimen = kränkeln

Rahmkater = schmutzige Person

Reichsaffenhaus = dit Reichstag

rinschmoken = jemandem eine Ohrfeige verpassen

Schamsel = liederlich aussehende Frau

Scheuerratte = Mädchen, das häufig tanzen geht

schiskojenno = gleichgültig, egal

Teigaffe = abschätzig Bäcker

Tretmine = Hundekot auf dem Gehsteig

trommeln = angeben

Na, Vokabeln schon gelernt :-)     Nicht so einfach, oder? Morgen folgt der Rest

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